Informationen zur Erstellung von Abschlussarbeiten

Die Abschlussarbeit ist eine schriftliche, wissenschaftliche Arbeit. Sie soll zeigen, dass der/die Studierende in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein marketingrelevantes Thema unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden selbständig zu bearbeiten und verständlich darzustellen.

Die Themenfindung kann dabei in unterschiedlicher Weise erfolgen: Der/die Studierende kann eigene Themenvorschläge entsprechend der persönlichen Präferenzen einbringen, teilweise entwickeln sich konkrete Themen auch aus dem Gespräch zwischen Studierendem und betreuendem Professor. Vielfach werden konkrete Themen- bzw. Problemstellungen aus Unternehmen aufgegriffen und in Abschlussarbeiten behandelt.

Der/die Studierende spricht den gewünschten Referenten (Professor) an und bittet diesen um Betreuung bei der Erstellung einer Abschlussarbeit. Ebenso muss sich der/die Studierende um einen Koreferenten bemühen, der die sog. Zweitprüfung der Arbeit übernimmt. Die Ansprache der gewünschten Referenten sollte möglichst frühzeitig erfolgen, z. B. ca. sechs Monate vor Beginn der Arbeit.

Die Bearbeitung des Themas beginnt in der Regel mit einer konkreten Ausformulierung der Problemstellung, die in der Arbeit behandelt werden soll. Aus der Problemstellung wird das Ziel der Arbeit abgeleitet. Um dieses Ziel zu erreichen wird ein bestimmtes Vorgehen entwickelt, welches sich letztendlich in der Gliederung der Arbeit dokumentiert. Die ausformulierte Problemstellung sowie das Ziel der Arbeit stellen wichtige Grundlagen dar, anhand derer der/die Studierende immer wieder prüfen kann, ob die Bearbeitung zielgerichtet verläuft. Es sollten nur solche Inhalte aufgenommen und behandelt werden, die zur Erreichung der formulierten Zielsetzung notwendig sind. Alle anderen Aspekte eines Themas sind zu vernachlässigen. In diesem Sinne sind auch Themenabgrenzungen und Konzentrationen auf Schwerpunkte vorzunehmen. Die in den meisten Fällen notwendige Reduktion des vielfältig vorhandenen Stoffs auf den im Rahmen einer Abschlussarbeit zulässigen Umfang gehört mit zu den Leistungen des Studierenden. Die ausformulierte Problemstellung und das Ziel der Arbeit sowie die Gliederung sind unbedingt mit dem Referenten abzustimmen.

Die eigentliche Anmeldung der Abschlussarbeit erfolgt auf einem Formblatt, welches beim Prüfungsamt der Hochschule erhältlich ist. Auf dem Formular trägt der Studierende die gewählten Referenten ein (siehe oben). Nach Bearbeitung durch das Prüfungsamt wird das Formular an den Referenten (Erstbetreuer) weitergeleitet, damit dieser das Thema der Abschlussarbeit einträgt. Nach Unterschrift durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses erhält der Studierende das Formular zurück, und zwar mit Angabe des letztmöglichen Abgabetermins.

Die formalen Anforderungen an eine Abschlussarbeit sind dem Merkblatt zur Erstellung von Abschlussarbeiten zu entnehmen, welches Sie im Prüfungsamt erhalten oder hier downloaden können.

Die Bewertung der Abschlussarbeit erfolgt nach den im folgenden aufgelisteten Kriterien:

    Inhaltliche Kriterien:
  • Klarer, gut strukturierter Aufbau der Arbeit („roter Faden“)
  • Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit klar beschrieben
  • (Zwischen-)Fazits, Resümees vorhanden
  • Visualisierungsmöglichkeiten genutzt
  • Gedankliche Durchdringung der Problemstellung
  • Argumentation in der Arbeit stringent
  • Ausführungen weisen hohen Themenbezug auf
  • Behandelte Aspekte richtig gewichtet
  • Frage- bzw. Problemstellung wird beantwortet
  • Begriffe/Fachtermini werden treffend eingesetzt
  • Eigene kritische Auseinandersetzung mit dem Thema
  • Eingesetzte Methoden werden beherrscht
  • Praxisbezug vorhanden/Verbindung Theorie und Praxis
  • Literaturbasis und –auswertung
    Formale Kriterien:
  • Stil, Ausdruck, Formulierung
  • Zitierweise (gemäß Merkblatt des Prüfungsamtes)
  • Einhaltung der Seitenzahlvorgabe
  • Rechtschreibung/Interpunktion
  • Selbständigkeit bei der Erstellung der Arbeit

Die Bewertung erfolgt in der Regel etwa vier bis sechs Wochen nach Abgabe der Arbeit, gemeinsam durch Referent und Koreferent. Die Bekanntgabe der Note kann vor dem Kolloquium erfolgen, vielfach wünschen die Studierenden die gemeinsame Verkündigung von schriftlicher und mündlicher Note direkt im Anschluss an das Kolloquium.

Alle eingereichten Abschlussarbeiten werden mit einer Software auf Plagiate im Internet durchsucht.

Nach Feststellung des Bestehens der Abschlussarbeit erfolgt die Einladung zum Kolloquium, der abschließenden mündlichen Prüfung im Rahmen des Studiums. Der Prüfungstermin wird durch Referent und Koreferent festgelegt und dem/der Studierenden durch das Prüfungsamt auf dem Postweg mitgeteilt. Das Kolloquium erstreckt sich über 30 Minuten. Meist wird der Studierende gebeten, innerhalb der ersten fünf Minuten der Prüfungszeit einen kurzen Überblick über die Problemstellung und die Kernergebnisse der Arbeit zu geben. Dieser Überblick kann mit einer kurzen Präsentation unterstützt werden, wobei die Art und Weise der Präsentation dem/der Studierenden vollkommen selbst überlassen wird. Wenn in diesem Zusammenhang ein Laptop genutzt werden soll, muss der/die Studierende diesen selbst mitbringen. Im Anschluss an diesen Überblick stellen Referent und Koreferent Fragen, die sich aus der Beschäftigung mit der Arbeit ergeben haben.

Die Festlegung und Bekanntgabe der Note erfolgt unmittelbar im Anschluss an die Prüfung.